Boxes: Eine Hommage à Bill Kolomyjec
Remixing Boxes I (links; Remixing Boxes II (rechts)
Ein früher und heute noch sehr aktiver Vertreter der Generativen Kunst ist William J. Kolomyjec. Zu seiner Bildserie Boxes I & II ist er von Schotter angeregt worden. Diese Bilder sind schon 1973 entstanden und können als erste Beispiele für ein Remixing der frühen Computerkunst gelten. Bill Kolomyjec ist damit wahrscheinlich einer der ersten, der sich explizit auf diese Vorbilder bezog. Er begründet den Bezug dazu wie folgt (Kolomyjec, 1975):
„It was not uncommon for these early computer image makers to use the computer to duplicate a basic theme by a traditional artist. A classic study is by A. Michael Noll, Computer Compositions with Lines 1965, after Piet Mondrian’s Composition with Lines. Boxes in turn is my interpretation of a work by George Nees entitled Gravel Stones (Schotter). I feel that it is appropriate to study works of other artists, especially traditional artists and those who established computer art in the fine art realm.“
Was sehen wir? Die Grundstruktur bei Boxes ist ein regelmäßiges Gitter aus quadratischen Kacheln (darin besteht die Nähe zur Ausgangslage bei Schotter). Im Fall von Boxes I nehmen die zufälligen Drehungen und die Verschiebungen aber zu, je näher die einzelnen Quadrate am Zentrum des Gitters liegen. Im Fall von Boxes II dagegen nehmen sie zu, je weiter die einzelnen Quadrate vom Zentrum des Gitters entfernt sind. Das Zeichnen der Quadrate wird dabei rekursiv solange fortgesetzt, bis die Auswertung des Abstands vom Zentrum ein vorgegebenes Abbruchkriterium überschreitet.
Auf diese Versionen können verschiedene Formen des Remixing angewandet werden, gewissermaßen das Remixing des Remixing: Werden die Polygone eingefärbt, kann sich ein fast dreidimensionaler Eindruck ergeben. Der kann verstärkt werden durch eine systematische Farbverschiebung, gekoppelt an die Position der Quadrate.
Durch Klick auf dieses Symbol in der Kopfleiste der Programme kommen Sie zum Programm-Code und können dort eigene Kennwerte für die Bilder vorgeben.